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Das Feuer des Herzens am Leben erhalten

Liebe ergoveda-Freunde

Ich hoffe, es geht Euch allen gut und dass Ihr auch ohne Achtsamkeitskurse immer wieder und immer öfters daran denkt, bewusst zu atmen und zu lächeln.

Ich denke oft an Euch, wenn ich am Flughafen sitze und warte oder in der fernen California unterwegs bin. Dann stelle ich mir vor, Ihr seid auch daran den Atem zu geniessen und ein Lächeln her zu zaubern, auch wenn es nicht immer zu lächeln gibt.

Nun möchte ich zum direkten Thema kommen. Ich möchte für meinen Vater bis zu seinem letzten Atemzug verfügbar sein. Das bedeutet, meine Tätigkeit in der ergoveda-praxis ist momentan noch mit Ungewissheit verbunden. Meine Anwesenheit im In- und Ausland ist nicht voraussehbar. Ich komme zurück für ein paar Woche und dann packe ich schon wieder für die nächste Reise.

Deshalb werden leider Kinderkurse im Mai und im Juni, sowie Erwachsenen Kurse, bis auf weiteres gestrichen.

Das Leben bringt Veränderungen mit sich, das ist das Gesetz der Natur: die Unbeständigkeit, wie es auf Sanskrit "anitya" bedeutet. Da wir aber Achtsamkeit-Praktizierende sind, wissen wir gut damit umzugehen, nicht wahr?  Die momentane Situation betrachte ich als eine echte, lebendige «Übung» oder vielmehr einen Test, wie geschickt wir unser «gelerntes» ins Leben integrieren können.

Fangen wir an, uns über die momentane Situation zu beklagen, zu hinterfragen, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu vergleichen, über die Zukunft Sorge zu machen, dann sind wir weit weg von der Praxis der Achtsamkeit.

Nehmen wir aber die Dinge, die wir nicht ändern können, gelassen an, ohne zu urteilen und zu vergleichen. Dann handeln wir schon nach einem der Achtsamkeitsprinzipien. Wir können uns selbst auf den Schultern klopfen und auf uns stolz sein. Und "im Hier und Jetzt zu leben", heisst es, die neue Situation, egal wie es aussieht, bewusst zu erleben. Jeden Moment, den das Leben uns schenkt, auszukosten. Unsere Sinne für Wahrnehmungen zu öffnen, und gleichzeitig zu wissen, was unserem Geist gut tut und was ihn eher aus der Balance und aus der Ruhe wirft. Schon diese Grundsätze der Achtsamkeit im Auge zu behalten, werden wir das Feuer des Herzens, die Achtsamkeit im tieferen Sinne, ständig am Leben erhalten.

Ohne die regelmässige Übung lauert die Gefahr, dass wir der Alltagsgewohnheit und Faulheit ausgesetzt werden.  Das sind die Hektik des Alltags, das ruhelose Tun, das «Non-Stopp Denkende Radio», belanglose Gespräche, unkontrollierte Emotionen und Gedanken, das Verschieben vom stillen Sitzen und das Vergessen vom «Anhalten» und vom bewussten Atmen.

Ich kann bestätigen, dass das regelmässige Treffen zum Üben auch mir fehlt. In einem Umfeld, das der Achtsamkeitspraxis nicht vertraut ist, ist das Üben umso schwieriger bis unmöglich. Die Achtsamkeit und Meditation werden zu einer Herausforderung und braucht x-fach mehr Disziplin. Und ich bin zurzeit in einem solchen Umfeld mit meiner grossen Familie.

Vielleicht gelingt es mir meine tägliche bzw. wöchentliche Praxis via meine Webseite mit euch zu teilen, um unsere gewonnene Praxis bis zum neuen Start der ergoveda-Kurse aufrecht zu erhalten. Meine Webseite steht zwar in der Umstrukturierung, aber ich werde einen Weg finden, um Mitteilungen entweder auf der Webseite aufzuschalten oder via Email zu schicken. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass wir unsere Praxis fortsetzen, dass wir das Feuer des Herzens am Leben erhalten.

Mit lieben Grüssen und einem sonnigen Lächeln,

 

anitya

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